BWA-PRÄSIDENT ÇETİN AY MACHT EINE AUFFALLENDE ERKLÄRUNG.

Wir leben in einem Zeitalter, in dem Machtspiele die Gerechtigkeit verdrängt haben und das Gewissen durch Schweigen erstickt wird.
Gerade in dieser Zeit warnt Çetin Ay, Präsident der BWA und internationaler Geschäftsmann, mit seinem eindringlichen Artikel nicht nur die Machthabenden, sondern auch die schweigende Gesellschaft.
Sein veröffentlichter Text ist mehr als ein Appell; er ist ein kraftvolles Manifest des Gewissens, verfasst zu Rechten, Moral und Menschlichkeit.
Worauf lenkt Çetin Ay in diesem Artikel die Aufmerksamkeit?
„Diese Welt hat viele Staaten, viele Sultane, viele Religionen und Ideologien gesehen. Doch eine Wahrheit hat sich nie geändert: Man kann nicht durch Unterdrückung gedeihen. Schon gar nicht, indem man die Rechte anderer verletzt.“
Laut Ay sollte die Zustimmung des Volkes nicht nur an der Wahlurne, sondern auch im Alltag eingeholt werden. Stimmen zählen allein bringt keine Gerechtigkeit; Gerechtigkeit wird erst dann wirklich spürbar – beim Abendessen, auf dem Schulweg und im Gerichtssaal.
„Eine Nation ist nicht bloß die Summe der Stimmen auf dem Wahlzettel. Was sie ausmacht, ist der Schweiß ihrer Arbeit, das Brot auf ihrem Tisch und die Gebete derer, deren Rechte verletzt wurden.“
Çetin Ay prangert auch das korrupte Regierungssystem an:
„Wenn man die Rechte des Volkes verletzt, wenn man die Justiz zugunsten seiner Günstlinge kippt; wenn man den Reichtum der Nation an befreundete Bauunternehmer verschenkt; wenn man Loyalität über Leistung stellt; selbst wenn man tausend Moscheen baut oder tausendmal die Pilgerfahrt nach Mekka durchführt, kann man dieses Recht nicht aufs Spiel setzen!“
Ays Worte richten sich nicht nur an Politiker, sondern auch an die schweigende Masse:
„Wenn wir die Mutter ignorieren, die nichts für die Brotdose ihres Kindes findet, den Schüler, der im Dunkeln zur Schule geht, dann verlieren wir als Regierung nicht nur unsere Menschlichkeit, sondern als Gesellschaft.“
Was ist also die Lösung?
Ays Ansatz ist klar: Eine moralische, gerechte und gewissenhafte Gesellschaft kann nicht ohne Konfrontation und Versöhnung entstehen. Glaube offenbart sich in Gerechtigkeit, nicht in Selbstdarstellung.
„Wahre Läuterung geschieht durch Versöhnung. Wahre Moral beginnt im Herzen, nicht auf der Kanzel. Wir erkennen den wahren Glauben eines Menschen nicht an seiner Unterwerfung, sondern an seinem Festhalten an der Gerechtigkeit.
Und vergessen wir nicht: Weder eine Derwischloge noch Mekka können das Unrecht sühnen, das einem anderen angetan wurde.“
Dieses besondere Interview ist keine Erinnerung, sondern ein Weckruf.
Die Wahrheit hält diejenigen, die andere zum Schweigen bringen, genauso verantwortlich wie diejenigen, die schweigen. (Çetin Ay)
— Erstellt vom: UBA Interview Service